Archive for February, 2008

Computerliebe

Als ich den Artikel Liebe zu Maschinen keine Science Fiction auf der Technology Review Seite gelesen hatte, fiel mir für diesen heutigen Beitrag das gleichnamige Lied von Kraftwerk ein.
Wenn man den Artikel so liest, scheint die Frage, ob man Maschinen lieben kann schon längst beantwortet.

Diverse ernst zu nehmende Forscher haben gezeigt, dass emotionale Beziehungen zwischen Mensch und Maschine leichter zu etablieren sind, als man zunächst vielleicht annehmen könnte. “Wenn eine Maschine Interesse an uns zeigt, werden unsere Darwinschen Knöpfe gedrückt”, sagt die MIT-Forscherin Sherry Turkle [...]
[aus: Liebe zu Maschinen keine Science Fiction]

Nun ja, ich bin froh, dass sich mein Computer (hoffentlich) meinen Benutzernamen merkt. Und ein Programm, dass nach meinem Befinden fragt, kann ich mir auch zusammen programmieren. Dadurch kommt es zur Interaktion mit dem User. Damit das Ganze aber nicht platt und einfallslos wirkt, sollte die Interaktion nicht allzu berechenbar erscheinen – zum Beispiel jedes Mal mit der selben Phrase “Wie geht’s dir?” gefragt werden. Ok, sei angenommen, mein Programm könnte das recht gut, dann hätte es damit schon mal meine Aufmerksamkeit. Und dazu sagt der Artikel:

[...] Das sind ohne Zweifel Gefühle – und schon bahnt sich eine persönliche Beziehung zwischen Nutzer und Gerät an.

Das Programm habe ich nun höchstpersönlich programmiert – folgt daraus, dass ich mich im Grunde selbst liebe? Immerhin kennt man sich selbst ja am besten. Somit weiß ich also, wie ich das Programm schreiben muss, damit ich mich wohlfühle nachdem ich mich eingeloggt habe und das Programm mir aufmunternd zur Seite steht.
Auch nach Lektüre des zweiten, zusätzlichen Artikels “Gefühle entwickeln immer nur wir”, weiß ich nicht, was ich davon so recht halten soll. Soll ich in Freude ausbrechen, ganz nach dem Motto: “Juhu, ich muss kein Dauersingledasein fristen!” oder “Besser nicht, die Nachbarn reden schon”?

Keine Zwangsverwanzung

Am Mittwoch den 27.02.07 ist das Urteil zum Bundestrojaner verkündet worden.
Glücklicherweise wird es keine Zwangsverwanzung des eigenen Computers geben, sofern nicht einer der Gründe, die im Urteil genannt werden, greift. Zudem muss ein Richter entscheiden, ob der Einsatz zulässig ist.
Damit wäre dem Ganzen ein Dämpfer verpasst.
Mehr Information ist dem Chaosradio Podcast CR132 Computerverwanzung und dem Tagesschau Bericht zu entnehmen.
Wie ich finde, ist das mal ein Schritt in die richtige Richtung in dieser Diskussion. Hoffen, dass es so bleibt. :-)

Datenpfade

Falling Bits

Die Daten sind nicht still und starr,
sie bewegen sich,
sie verändern sich,
so wie es immer war.

Im Register hüpft das Bit,
wird geschoben,
wird rotiert.
Es machen Nullen und Einsen mit.

Doch das Bit hat Geschwister,
in Speicher,
Stapel,
und Register.

Und schickt der Prozessor sie auf die Reise,
über Datenbus,
zum IDE-Anschluss,
säuselt die Platte leise.

Die Hardware schreibt die Datei.
Es treffen sich die Bit-Geschwister,
auch die vom Register.
Das Schreiben ist vorbei.

Coding for Fun

Ich blätter grad so schön bei galileo-computing.de, nur um eventuell neue OpenBooks abzugreifen und komme auch im Segment für Programmierung an.
Und dort finde ich dieses entzückende Werk: Coding for Fun – IT-Geschichte zum Nachprogrammieren
Eigentlich genau das Richtige für mich – so “Mitmach-Bücher” sind sowieso was Feines :-D Weil das Buch noch nicht verfügbar ist, muss ich mich mit der Buchbeschreibung zufrieden geben, die aber auch schon ordentliches Lachpotenzial beinhaltet.
Hier ein paar Auszüge:

[...]Spielen Sie mit dem erfolgreichsten Homecomputer die beliebtesten Computerspiele der 80er-Jahre.[...]

Na ja, diese Zeit kenne ich nicht mehr. Doch ich selbst durfte noch Pong kennenlernen, auf einer Spieleconsole – einen C64 hatten wir leider nicht ;-)

Und jetzt kommt das Statement, was ich persönlich für einen Kracher halte:

[...]Auch die Gegenwart kommt nicht zu kurz: Sie lernen Microsofts geniale AntMe-Idee kennen und schreiben eigene KI-Programme in Visual Basic.[...]

VB und KI – wie passt das? Wär’s Lisp gewesen, hätte ich ja nichts gesagt, aber BASIC… Und dabei war doch noch so schön von Lispmaschinen im vorher gehenden Satz die Rede.
Mal sehen, vielleicht lege ich mir das Buch als neue Lektüre zu. Scheint zumindest lustig zu sein

Noch nicht gelandet

Ich habe mir erst vor einer Weile neue Podcasts des ChaosRadios heruntergeladen. Bevorzugter Weise zum Thema Programmieren – tja, die Katze lässt eben das Mausen nicht :-)
In den Podcasts ging es zum einen um die neue Programmiersprache Dylan (siehe CRE031) und um das ge(lieb | hass)te C++ (siehe CRE063). C++ kenne ich – ich würde aber nicht behaupten, dass ich alle Features vollständig drauf hätte – und Dylan leider bisher nur vom Podcast her und das es aus der Ecke von LISP (und daran hab ich mich ja schon so ein bisschen versucht) kommt.

Mit Programmiersprachen verhält es sich mitunter wie bei Religionen: Für die Anhänger der Programmiersprache X ist diese die einzig vollkommene, während die Fans von Programmiersprache Y nur Augen für ihren Favoriten haben. Solche oder ähnliche Sachverhalte liest man in den gängigen Foren im Netz, was ich hier auch nicht weiter ausbreiten werde.
Nun stelle ich bei mir aber solch einen Umstand nicht fest. Warum, frage ich mich hin und wieder, wenn ich im programmiersprachen.de Forum Beiträge lese. Wenn ich dann Statements wie dieses lese

Angefangen hat alles mit C, als ich 12 war. Ich liebe es.
[von: Invest0r, aus: Mit welcher Sprache habt IHR angefangen?]

denke ich im Moment des Gefühls (und das im Ernst): oh, wie schön. Angefangen hats bei mir ja mit Delphi und ich hab es auch eine Weile programmiert; nur dabei geblieben bin ich nicht.
Mittlerweile habe ich mir schon Programmiersprachen angeschaut deren Syntax mal mehr, mal weniger voneinander abweichen. C++ hat andere Features als Delphi und bei Prolog muss man sowieso umdenken. Doch, die einzig wahre Programmiersprache für mich scheine ich bisehr nicht gefunden zu haben. Zu mal erkenne ich aber auch keine Richtung, in die ich mich spezialisiere.
In der Schule gabs eben nur Delphi und ich war dadurch nun mal gezwungen darin auch häufiger zu programmieren. Aus heutiger Sicht trifft dies nun auf Java zu. Und sollte es dazu kommen, dass Prolog mehr gefragt ist, ja dann würde es wohl genauso aussehen.
Um es mal mit anderen Worten zu sagen:

Irgendwie bin ich bei keiner speziellen Programmiersprache so richtig gelandet

Vielleicht würde man ja sagen, is doch super, da kannst du je nach Anforderung die passende Sprache wählen. Ist auch an sich nicht verkehrt. Und wenn uns die Evolution eins gelehrt hat, dann dieses:

Was sich zu sehr spezialisiert, stirbt mit höherer Wahrscheinlichkeit aus, als Lebewesen, die weniger stark an einen bestimmten Lebensraum angepasst sind.

Aber dennoch werde ich dieses Gefühl nicht los, dass es mal an der Zeit wäre, sich eingehender mit einer Programmiersprache zu befassen, anstatt auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Schließlich beherrscht der Common LISP Compiler ja auch eben nur Common LISP und nicht noch vier andere Programmiersprachen :-P (Tolle Analogie, nicht wahr?)

Leider ist die Entscheidungsfindung ziemlich schwer, weil es dann doch ein paar Kandidaten in der engeren Auswahl gibt, die untereinander um den Platz meiner Hauptprogrammiersprache kämpfen.
Oh je…

Im Handy

Ich hab mal wieder neues “Spielzeug” für mich entdeckt: JavaME.
Da ich endlich mittels Bluetooth – an dieser Stelle nochmals vielen Dank, Uwe, für die Hardwareunterstützung :D – aufs Handy zugreifen kann, eröffnen sich da neue Möglichkeiten.
Bisher hätte ich nur über das teuere WAP die Dateien übertragen können, da ich kein USB Kabel für das Handy (ein BenQ-Siemens EL71) besitze.
Wär vielleicht auch unter openSuSE nicht gelaufen, da das Handy bestimmt nach Treibern verlangt hätte, die es dann natürlich wiederum nur für Windows gibt.
Nun kann ich ziemlich bequem mit dem Konqueror die Verzeichnisstruktur durchwühlen. Allerdings muss man da bei bestimmten Ordnern Tricks anwenden.

Stammordner Data

Wer hier einfach nur drauf klickt, wird darauf aufmerksam gemacht, dass er nicht die erforderlichen Rechte hätte. Auch der Versuch, manuell die Rechte zu ändern scheitern im Konqueror. Denn dann heißt es:

Changing the attributes of files is not supported with protocol kio_obex

Aber nicht verzeifeln, das Ganze ist viel einfacher: Rechtsklick auf den Ordner, im Menu “In neuem Unterfenster öffnen” und schon tut sich das Dateisystem auf. So kann man sich munter durch die Ordner bewegen.
Na ja. Ich habe mir erst einmal JavaME besorgt und lese etwas über Midlets.