Als ich den Artikel Liebe zu Maschinen keine Science Fiction auf der Technology Review Seite gelesen hatte, fiel mir für diesen heutigen Beitrag das gleichnamige Lied von Kraftwerk ein.
Wenn man den Artikel so liest, scheint die Frage, ob man Maschinen lieben kann schon längst beantwortet.
Diverse ernst zu nehmende Forscher haben gezeigt, dass emotionale Beziehungen zwischen Mensch und Maschine leichter zu etablieren sind, als man zunächst vielleicht annehmen könnte. “Wenn eine Maschine Interesse an uns zeigt, werden unsere Darwinschen Knöpfe gedrückt”, sagt die MIT-Forscherin Sherry Turkle [...]
[aus: Liebe zu Maschinen keine Science Fiction]
Nun ja, ich bin froh, dass sich mein Computer (hoffentlich) meinen Benutzernamen merkt. Und ein Programm, dass nach meinem Befinden fragt, kann ich mir auch zusammen programmieren. Dadurch kommt es zur Interaktion mit dem User. Damit das Ganze aber nicht platt und einfallslos wirkt, sollte die Interaktion nicht allzu berechenbar erscheinen – zum Beispiel jedes Mal mit der selben Phrase “Wie geht’s dir?” gefragt werden. Ok, sei angenommen, mein Programm könnte das recht gut, dann hätte es damit schon mal meine Aufmerksamkeit. Und dazu sagt der Artikel:
[...] Das sind ohne Zweifel Gefühle – und schon bahnt sich eine persönliche Beziehung zwischen Nutzer und Gerät an.
Das Programm habe ich nun höchstpersönlich programmiert – folgt daraus, dass ich mich im Grunde selbst liebe? Immerhin kennt man sich selbst ja am besten. Somit weiß ich also, wie ich das Programm schreiben muss, damit ich mich wohlfühle nachdem ich mich eingeloggt habe und das Programm mir aufmunternd zur Seite steht.
Auch nach Lektüre des zweiten, zusätzlichen Artikels “Gefühle entwickeln immer nur wir”, weiß ich nicht, was ich davon so recht halten soll. Soll ich in Freude ausbrechen, ganz nach dem Motto: “Juhu, ich muss kein Dauersingledasein fristen!” oder “Besser nicht, die Nachbarn reden schon”?







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