Archive for February, 2009

Vorstellungsgespräch bei Tonbeller AG

Wer vielleicht die Twitter Nachrichten auf dieser Seite hier gelesen hat, wird wissen, dass ich heute in Bensheim unterwegs war. Ein Vorstellungsgespräch beim Unternehmen Tonbeller AG stand für mich auf meinem Terminkalender.

Angereist bin ich mit Bus und Bahn, obwohl Bahnfahren kein günstiges Vergnügen ist, aber das ist es mir zu diesem Anlass wert. Ich war insgesamt etwas mehr als eine halbe Stunde zu früh da. Die Zeit habe ich für einen kleinen Rundgang ums Firmengelände genutzt. Alles sehr übersichtlich, so könnte es man beschreiben, wenn man sich mal das Gebäude anschaut.

Eingang zur Tonbeller AG

Eingang zur Tonbeller AG

Beim Gespräch habe ich dann ein wenig mehr über die Firma, deren einziger Hauptsitz hier in Bensheim beheimatet ist. Tonbeller weist ein, für mich als Freundin der Programmierung, einzigartiges Details auf: es gibt eine selbst entwickelte Programmiersprache namens Siron. Diese besitzt das Merkmal, dass die verwendeten Schlüsselwörter in Deutsch sind. Aus einer Datei lesen heißt dann nicht wie in anderen Programmiersprachen read(“datei.txt”) sondern lese(“datei.txt”).

Neben dieser Sprache sind auch meine beiden Lieblinge C und Java vertreten :-D . Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich allerdings noch keine verbindliche Zusage, da noch andere Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Und dann gäbe es auch erst einmal ein einwöchiges Praktikum, um zu sehen, ob Betrieb und Bewerber überhaupt zusammenpassen.

Ich hoffe, dass es dieses Mal klappt, denn ich könnte mir wirklich vorstellen für Tonbeller zu arbeiten und bin richtig motiviert.

ReactOS Projekt – ja oder nein?

Vor fast zwei Tagen bin ich vom Übersetzer – genannt Phlox – für die deutsche ReactOS Website angesprochen worden, ob ich mich als Entwickler am ReactOS Projekt beteiligen wolle. An dieser Stelle schnell eine Erklärung für all jene, die ReactOS nicht kennen:

ReactOS ist ein frei implementierter Windows-Klon. Dabei lehnt sich ReactOS an Microsoft Windows XP und das nicht nur im Bereich des inneren Aufbaus, sondern auch zu großen Teilen in Sachen Benutzeroberfläche.

Mal an einem Open Source Projekt teil zu nehmen, wurde mit wachsenden Programmierfähigkeiten auch immer reizvoller für mich. Allerdings hatte ich da nie explizit an das Thema Betriebssystementwicklung gedacht, sondern an etwas anderes. Aber bei der Fülle an Projekten verliert man zu schnell den Überblick, und das Entscheiden fällt dann erst richtig schwer.

Andererseits überlege ich in stillen Momenten: Bin ich (von den Kenntnissen) schon soweit? Ist es das richtige Projekt für mich, wo ich die Leute auch unterstützen kann?

Weil ich meine Neugier mal wieder nicht unter Kontrolle halten konnte, habe ich mir eine Kopie des Codes vom Subversion Server geholt, um auf die Geschichte einen Blick werfen zu können. (Wozu ich bisher aber noch nicht gekommen bin :mrgreen: ) Außerdem wäre es sicherlich eine nette Sache so ein Projekt bzw. die Beteiligung an diesem im eigenen Portfolio als Referenz stehen zu haben. Schließlich kommt Praxiserfahrung immer gut an in einem Lebenslauf.

Der Philosoph Ernst Bloch hat einmal folgendes geäußert:

Die Utopie von heute, ist die Realität von morgen.

Vielleicht sollte ich an diesem Zitat festhalten, da es mir persönlich ganz gut gefällt.

Das was vom Einstellungstest übrig bleibt

…zeigt dieses Handyfoto:

Bisnode Kram

Bisnode Kram

Leider habe ich die zuständigen Personen für die Personalgewinnung von Bisnode Informatics Deutschland GmbH nicht überzeugen können, trotz meiner Fachkenntnis. Ich täte aufgrund meiner Persönlichkeit her nicht zum Unternehmen passen, obwohl meine Fachkenntnis in Java und C++ scheinbares Interesse geweckt hatten. Immerhin kommen neben Perl und XML in der Programmiersprachenlandschaft des IT-Unternehmens auch Java und C++ vor. Na ja, stattdessen solle ich es doch eher beim Frauenhofer Institut versuchen, oder – eine ganz andere Alternative – mich selbständig machen.

Ich, die ein-Mann (bzw. Frau)-IT-Firma! Ohne eine unternehmerische Idee. Ohne Kapital (Studieren war leider teuer genug  :-x ). Und wo, bitte schön, soll der Sitz meines Unternehmens sein? Die Garage kann ich gleich vergessen, die wird schon von jemand anders benutzt.

Einen Buchstaben nebendran

Der Entwickler Vertipper

Hm, ein süßer Vertipper auf der Titelseite der neuesten Ausgabe von “der Entwickler” ;-)

Irgendwie kam mir das ein bisschen komisch vor mit dem Drice-by Infection, während ich im Zeitschriftenladen stand um ein wenig die Zeit totzuschlagen.

Richtigerweise hätte es Drive by Infection heißen müssen. Und da ich scheinbar einen Hang dazu habe Fremdwörter wie diese zu benutzen, erkläre ich kurz, was das ist:

Eine Drive by Infection Attacke legt es darauf an, dass sich der Computer des jeweiligen Internetnutzers durch den bloßen Besuch – es muss noch nicht mal ein vom User gestarteter Download sein -  einer vorher mit Schadcode präparierten Website mit einem schädlichen Programm (z.B. einem Virus, etc.) infiziert.

Vorlesen verboten?

Angeblich soll die Sprachausgabe des E-Book Readers Kindle 2 von Amazon gegen das Urheberrecht der Schriftsteller an ihren Werken verstoßen, da es sich um eine öffentliche Aufführung handle. (Siehe golem)

Schön und gut, nur stellt sich mir als juristischer Laie eine Frage:

Mache ich mich strafbar, wenn ich z.B. meiner blinden Oma etwas vorlese?

Immerhin erzeugt die menschliche Stimme ebenfalls Schallwellen, sprich Töne Würde lautes Vorlesen unter diesen Voraussetzungen auch unter den Begriff “öffentliche Aufführung” fallen? Irgendwie will mir nicht wohl werden bei diesem Gedanken.

Science Fiction = Fantasy?

Da ich heute noch etwas Zeit übrig hatte bevor ich mit dem nächsten öffentlichen Verkehrsmittel die Heimreise für diesen Tag antreten konnte, bin ich gleich in den nächsten Buchhandel im Bahnhof gegangen. Ist ja auch schon etwas her seit meiner letzten Lektüre (Karl Olsberg – Das System).

Zuerst kommt man immer an den Krimis, den Liebesromanen und aktuellen Bestsellern vorbei. Das wird wohl das Zeug sein, was die meisten Leute lesen werden, denke ich mir. Krimis sind für mich nur Notlektüre, wenn’s kaum was anderes außer diesen und Politikerbiografien gibt – wobei ich erst genannte den anderen vorziehe. (Biografien von Politikern würde ich wahrscheinlich erst anfangen zu lesen, wenn es wirklich keine andere Sorte Buch auf der Welt gäbe.)

Liebesromane? Bäh, damit kann man mich eben so gut jagen, wie mit genannten Biografien. Ne, dieses Mal war ein Science Fiction Schinken fällig. Als ich vor dem Regal stand, worüber dick und fett Science Fiction prangte, musste ich anfangen zu staunen, was so alles zu Sci-Fi gezählt wird.

Mehr als die Hälfte – grob geschätzt – würde ich persönlich in den Bereich Fantasy packen. Tut mir leid, aber Orks, Vampire und Magier gehören meiner Meinung nach nicht zum Genre der klassischen Science Fiction.

Für mich macht Science Fiction der Bezug zur Wissenschaft aus. Sprich, das zum Beispiel die Welt im Science Fiction Roman gewissen Naturgesetzen unterworfen ist. Erscheinungen in einer Fantasy Welt müssen im Gegensatz dazu nicht solchen “Beschränkungen” unterliegen, sondern können dort komplett anders erklärt werden, ohne das es wissenschaftlich stimmige Fakten gibt. Und obendrauf kommt dann neben der wissenschaftlichen Basis, die entsprechende Portion Fiction – oder Wissenschaft eine Ecke weiter gedacht.

Ok, nach der Vorrede komme ich mal zu meinem Buch:

Zuerst hatte ich das Buch mit dem Titel “Träume von Unendlichkeit” in der Hand. Hörte sich nicht schlecht an, der Titel. Nur etwas dünn fand ich es. Hätten ruhig mehr Seiten sein können. Dummerweise habe ich die Angewohnheit interessante Bücher binnen kurzer Zeit zu verschlingen. Durch Stöbern in den unteren Regalreihen habe ich dann “Lichtjagd” von Chris Moriarty gefunden. Ich überfliege den Klappentext… oh, da geht’s ja um KI’s (Künstliche Intelligenz) … interessant!

Bisher hab ich bis Seite 56 gelesen. Die Story ist noch ein wenig im Anfang begriffen.