Ich bin zwar mit meiner jetzigen OpenSuSE Installation recht zufrieden, dennoch wage ich ab un zu ein paar Seitenblicke auf andere (Linux-)Betriebsysteme. Dieses mal fiel der Blick auf (K)Ubuntu in der Version 9.04 oder auch als Jaunty Jackalope bekannt, was so viel wie “unbeschwerter Wolpertinger” heißt. (Wie die Ubuntu-Entwickler immer nur auf diese merkwürdigen Namen kommen?)
Zuerst habe ich mir das neue Betriebsystem auf einer Live CD angeschaut. Die KDE Umgebung ist schon beim Start ein echter Augenschmaus und die bläuliche Färbung der Systemleiste lässt durchaus Ähnlichkeiten mit der von Windows 7 zu. Im Gegensatz zur Live-Version von OpenSuSE 11.1, arbeitete das Kubuntu-System etwas flotter und blieb auch beim Starten der Installationsroutine nicht hängen. Selbiges trat bei mir während der Installation von OpenSuSE 11.1 öfters auf. Da ich mich noch gut an den problematischen Einstieg mit OpenSuSE 11.1 erinnern kann, habe ich Kubuntu zum Herumspielen auf eine zweite Festplatte installiert und den Bootloader GRUB so eingestellt, dass ich Kubuntu bei Bedarf beim Systemstart auswählen kann.
Das Ganze dient eigentlich dem Zweck, um festzustellen, ob ich Kubuntu auch als mein tägliches Arbeitsbetriebsystem nutzen könnte. Die reine Benutzung von der Live CD reicht da meist nicht aus, weil oftmals nicht die gesamte Hardware erkannt wird. Und Einstellungen, wie sie in .config-Dateien enthalten sind, lassen sich eben nur auf einem installiertem System vornehmen. Zusätzlich entfällt das Gerödel des DVD/CD-Rom Laufwerkes, was mir dezent ein wenig auf die Nerven gegangen ist.
Momentan kämpfe ich noch ein wenig mit der Installation meines WLAN-USB Sticks, den ich für kurze Zeit zum Blinken der LED überreden konnte. Allerdings bekam ich keine Verbindung zu meinem Router hin. Auch der erste Anlauf den Ndiswrapper in Version 1.53 zu kompilieren, schlug zunächst fehl, obwohl die Pakete für den Kernel Source sowie die für den Kompiliervorgang installiert waren. Stattdessen mockierte sich make darüber, dass an eine Funktion nicht genügend Parameter übergeben und Datentypen nicht zueinander passen würden. Der Versuch mit der aktuellen Version 1.54 gelang jedoch ohne “Zwischenfälle”.
Bisher macht Kubuntu 9.04 einen guten Eindruck auf mich. Die Installation geht wesentlich einfacher über die Bühne als die von OpenSuSE. Ungewöhnlich fand ich zunächst, dass der Account für den root-User nicht eingerichtet ist. Ansonsten komme ich mit meiner bisherigen Linux-Erfahrung ganz gut zurecht






Kommentare