Verwaltungsfrontends für Datenbanken gibt’s ja reichlich. Unter Windows habe ich versucht mit dem Programm HeidiSQL warm zu werden. Jedoch konnte ich mich mit dem übersichtlich gestalteten HeidiSQL aus diversen Gründen nicht anfreunden.
Ich hatte so meine liebe Not damit, die Kollationen (vereinfacht gesagt, die verwendeten Zeichensätze bei Textinhalt) einer importierten Datenbank zu ändern, damit diese einheitlich sind. Komischerweise blieb das Programm immer bei latin1_swedish_ci anstatt das von mir gewünschte utf8_general_ci als Einstellung für die Kollation zu übernehmen. Auch Teile des Bedienkonzeptes konnten mich nicht wirklich glücklich machen. Zum Beispiel das Hinzufügen neuer Spalten geht nur für jede Spalte einzeln:
- HediSQL 4.0
phpMyAdmin hat hier den Vorteil, dass man vorweg sagen kann, wie viele Spalten man in der Tabelle haben möchte. Und diese kann man dann bequem per Tab erreichen, um so die Eigenschaften für die jeweilige Spalte festzulegen. Zusätzlich bietet phpMyAdmin die Möglichkeit, mittels Abfrageeditor Abfragen für Tabellen zu entwerfen. Wer MS Access kennt, wird sich hieran erinnert fühlen.
In HeidiSQL kann man unterhalb des Tabs “Query” seine SQL-Ausdrücke eingeben und sie ausführen. Das war anfangs für mich etwas problematisch, da ich in SQL nicht allzu geübt bin. An sich lässt sich das noch einigermaßen verkraften. Doch was für mich das absolute No-Go ist, wenn ein Programm die SQL-Anweisungen derartig exportiert, dass diese nicht konform zur SQL-Syntax sind! Kurzes Beispiel:
INSERT INTO "meineTabelle" ("spalte1", "spalte2") VALUES ('Ein Text', 123);
Man beachte die doppelten Anführungszeichen (a.k.a. Gänsefüsschen) um meineTabelle sowie spalte1 und spalte2. Solch eine Anweisung kann man natürlich so nicht in einem anderen MySQL-Client benutzen. phpMyAdmin hat mir da zunächst einen Fehler in meiner SQL-Syntax ausgespuckt. Und so hätte es richtig heißen müssen:
INSERT INTO `meineTabelle` (`spalte1`, `spalte2`) VALUES ('Ein Text', 123);
Vorher, wenn ich ein von HeidiSQL generiertes SQL-Script in phpMyAdmin benutzen wollte, habe ich erst einmal die Textersetzungsfunktion eines Editors bemühen müssen. Tja und das kann dann mal dauern, wenn man eine sehr große Datei durchrödeln muss.
phpMyAdmin hat allerdings den Nachteil, dass man immer einen Webserver (z.B. XAMPP) braucht auf dem das in PHP geschriebene Programm läuft. Aber mit dem freierhältlichen XAMPP hat man für Windows und Linux verfügbare Versionen.






Meine Rede, ich kann mit “Heidi” auch nicht warm werden, an phpMyAdmin geht halt nichts vorbei
Das für phpMyAdmin ein lokaler Webserver am Start sein muss sehe ich nicht als Nachteil.
Wer sich mit MySQL befasst, und somit (i.d.R.) auch mit PHP, hat normalerweise eh einen z.B. Apache installiert.
Schönes WE
Es gibt aber auch ein Programm für MySQL Datenbanken, nennt sich MySql Query Browser.
Mit dem kann man sich direkt auf dem Server und der Datenbank einloggen, und dann regelrecht wie mit phpMyAdmin arbeiten, nur das halt kein zusätzlicher Server benötigt wird.
MySQL Query Browser – kenn ich zwar persönlich nicht, werde es aber mal bei Gelegenheit ausprobieren.
Wenn ich da nicht vorher bei meinem Annäherungsversuch an den Ubuntu-Server hängen bleibe. (Es gibt ja leider so viel Interessantes)